Best Of 2009 – Der Countdown – 4

Harmonic 313 – „When Machines Exceed Human Intelligence“ (WARP/Rough Trade)

Als ob es noch eines Beweises bedurft hätte… Die Maschinen werden bald die Herrschaft ergreifen und uns Säugetiere regieren. Damn, das wird toll. Mark Pritchards Maschinen haben den IQ-Test auf jeden Fall schon bestanden und räumen sich mit ihren Apokalypsebässen den Weg frei – ein Elektro-Techno-HipHop-Dubstep-Acid-Massaker, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Schon lange nicht mehr passiert, dass mir beim routinemäßigen Sichten eines CD-Stapels ein Album untergekommen ist, das mich vom ersten Moment an so gefesselt hat, dass mir erst mal die Kinnlade nach unten geklappt ist. Verblüfft und begeistert wie ich war. Ach, was liebe ich diese menschenfeindlichen Soundscapes, diese Retro-SciFi-Ästhetik und diese cheapen Computer-Sounds. Go Maschine, go!

Must-Have (III)

In meiner ersten Uncut-Folge habe ich schon darauf hingewiesen: Harmonic 313 ist der absolute Flash. Etwas Besseres als das Album „When Machines Exceed Human Intelligence“ kann man sich einfach nicht vorstellen. Auch nicht, wenn man ein Mentalist wie the next Uri Geller wäre und übernatürliche Fähigkeiten besäße. Wer auch nur ein bisschen was mit Dubstep, Techno, Elektro, UK-HipHop, Acid, Electronica, bösen Bässen, die bigger than life sind, C64- und SciFi-Sounds oder einfach elektronischer Musik im Allgemeinen anfangen kann, der sollte sich Mark Pritchards Album echt mal anhöhren. Und hey, „313“ ist übrigens auch Detroits Area Code.

Adieu Bleiwüste – Uncut Vol. 1

Und da ist es tatsächlich, mein erstes selbst produziertes Video. Erstmals verlasse ich den sicheren Hafen des geschriebenen Wortes und segele hinaus auf diesen unbarmherzigen Ozean des gesprochenen Wortes, mit all seinen überraschend auftauchenden Klippen und gefährlichen Untiefen… Aus der Not geboren, denn ich hatte ursprünglich vor, über die zehn Alben zu schreiben, die ich in den letzten Wochen am häufigsten gehört habe. Aber dafür war dann doch wieder keine Zeit. Mit so einem Video ließe sich das elegant in ein paar Minuten erledigen, dachte ich. Deswegen jetzt ungeschnitten, und schön unprofessionell mit iSight-Kamera und iMovie gebastelt, in weniger als vier Minuten (eigentlich sollten es nur drei Minuten werden, denn so lange dauert, wie jeder weiß, ein perfekter Pop-Song, aber dann habe ich mich doch etwas verquatscht) meine aktuelle persönliche Top 10:

Beim nächsten Mal werde ich dann auch etwas weniger nuscheln, versprochen. Und hier noch einmal die in dem Video vorgestellten so tollen Alben:

Glasvegas – „Glasvegas“
James Yuill – „Turning Down Water For Air“
Pere Ubu – „Dub Housing“
Buraka Som Sistema – „Black Diamond“
Empire Of The Sun – „Walking On A Dream“
Harmonic 313 – „When Machines Exceed Human Intelligence“
Filippo Moscatello – „Pagliaccio“
Andrew Bird – „Noble Beast“
Grand Duchy – „Petits Fours“
Sophie Hunger – „Monday’s Ghost“