Wovon träumen Roboter?

Von elektrischen Schafen, mutmaßte Philip K. Dick. Oder davon, sich feuerspeiend im Walzertakt zu wiegen und eine Wachsskulptur zu formen, die wir Menschen dann mit großer Aufmerksamkeit betrachten und unter günstigen Umständen sogar ein wenig bewundern. Falls letzteres zutreffen sollte, hat der Industrieroboter, der heute für MADE performte, das große Los gezogen. Begleitet von Miki an der Violine und Pianistin Maryana Brodskaya durfte er nämlich genau das machen: Mit seiner Propangasflamme Wachs in Form bringen. „Valse Automatique“ nannte das der Produktdesigner Hermann August Weizenegger. Schön interdisziplinäres Projekt, angenehme Stimmung dank meditativer Musik und bestem Lichtmanagement. Das Resultat war jedoch recht unspektakulär. Roboter zeichnen sich eben doch eher durch eiserne Disziplin als durch übertriebene Kreativität aus. Aber träumen darf man ja mal.