South Pacific

Nein, ich bin nicht im Südpazifik abgetaucht – nur unter einem Berg von Arbeit. Damit hier nicht ganz so wenig los ist, schnell mal ein Video gepostet. Zu einem sehr schönen Song von Is Tropical. Deren Album „Native To“ erscheint am 10. Juni und ist toll.

Die neue Ernsthaftigkeit

XOOOOX 2011

XOOOOX 2011

XOOOOX hat seine Schablonen verloren und muss jetzt richtig malen. Geht schon ganz gut, nur mit dem Schreiben hapert es noch ein wenig. Tipp: Den Stift einfach mal in die andere Hand nehmen, dann schreibt man nicht mehr spiegelverkehrt (Ausstellung bis 23. April in der Circleculture Gallery).

Laura Lopez Castro@Umasan

Umasan, das vegane Fashion-Label, eröffnete gestern in der Linienstraße 40 seinen Flagship-Store. Zum Lachen Trinken musste man in den Keller gehen. Oben im Erdgeschoss sang Laura Lopez Castro ein paar ihrer ernsten Lieder.

The Streets im Stream

Zwei Gründe, warum ich das neue The-Streets-Album mag:

1.) „Computers And Blues“ klingt bedroomiger als die letzten Longplayer.

2.) Skinners Michl hat endlich jemanden gefunden, der ihm am Mikro aushilft: Rob Harvey von The Music. (Erhöht natürlich die Cheesyness, macht aber nichts.)

The Hype Machine streamen schon jetzt, ein paar Tage vor VÖ, das neue, das fünfte, das hoffentlich (entgegen aller Ankündigungen) nicht letzte The-Streets-Album.

Was ich allerdings nicht verstehe: Warum Warner Music Germany, die veröffentlichen das Album bei uns, auf der Company-Website noch nicht mal die Tracklist parat hat. Die letzte News zu The Streets datiert auf den 16.2.2009.

Ein letzter Blick zurück

2010 kommt nicht wieder und 2011 bringt sicher genug bislang unbekannte Acts hervor, um die Festplatte mit ein paar Gigabyte neuer toller Musik zu füllen. Doch einmal noch sollte man zurückblicken. Denn The Hype Machine hat die besten 50 Alben, 50 Artists und most popular Songs des vergangenen Jahres rausgefiltert – und mal wieder ziemlich nett aufbereitet. Schnell rüberklicken, denn gleich werden die vorderen Platzierungen bekannt gegeben.

Ke$ha entthront Lady Gaga

Zumindest auf Last.fm. Die haben das ganze Jahr über allen Usern genau zugehört, Strichlisten geführt und jeden Monat die meist gehörten Acts notiert. Während 2009 Lady Gaga die meisten Scrobbles bekam, reüssierte diesmal Ke$ha.

Hier findest Du das Schaubild noch mal als PDF. Hier die Top 10 und auf ihrem Blog erklären die Statistikprofessoren von Last.fm, wie die Daten erhoben wurden.

Wovon träumen Roboter?

Von elektrischen Schafen, mutmaßte Philip K. Dick. Oder davon, sich feuerspeiend im Walzertakt zu wiegen und eine Wachsskulptur zu formen, die wir Menschen dann mit großer Aufmerksamkeit betrachten und unter günstigen Umständen sogar ein wenig bewundern. Falls letzteres zutreffen sollte, hat der Industrieroboter, der heute für MADE performte, das große Los gezogen. Begleitet von Miki an der Violine und Pianistin Maryana Brodskaya durfte er nämlich genau das machen: Mit seiner Propangasflamme Wachs in Form bringen. „Valse Automatique“ nannte das der Produktdesigner Hermann August Weizenegger. Schön interdisziplinäres Projekt, angenehme Stimmung dank meditativer Musik und bestem Lichtmanagement. Das Resultat war jedoch recht unspektakulär. Roboter zeichnen sich eben doch eher durch eiserne Disziplin als durch übertriebene Kreativität aus. Aber träumen darf man ja mal.

Best Of 2010 – Die Alben

Adventszeit ist immer auch Listenzeit. Das zu Ende gehende Jahr wird von allen Berufsschreibern noch einmal gründlich durchleuchtet. Was war, was bleibt, was ging gar nicht, was hatte man schon wieder vergessen, was mag man anderen empfehlen?

Machen wir es kurz. Die besten Alben, die 2010 veröffentlicht wurden, sind diese:

1. Caribou – „Swim“ #awesomeness

2. Salem – „King Night“ #ferocity

3. Pantha Du Prince – „Black Noise“ #fragility

4. Kanye West – „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“ #delusionsofgrandeur

5. Gold Panda – „Lucky Shiner“ #depth

6. O.Children – „O.Children“ #thevoice

7. Wait What – „The Notorious XX“ #equilibrium

8. Kele – „The Boxer“ #raveability

9. Plan B – „The Defamation Of Strickland Banks“ #flamboyancy

10. Deerhunter – „Halcyon Digest“ #nostalgia

Und noch ein paar Kandidaten, die auf dem zehnstufigen Treppchen leider keinen Platz fanden: Yeasayer, Magnetic Man, LoneLady, The Books, The Drums, Sleigh Bells, Matthew Dear, Theophilus London, Local Natives, Beach House, Cibelle, Janelle Monáe, Fistful Of Mercy, Zion I, We Have Band, ceo, Best Coast, The National, Flying Lotus, Delphic.

Jeder Empfänger ein Sender

Mehr Buzzwords für Social Mediasten kriegt man in einem Teaser wohl kaum unter: wahwah.fm vereint Funktionen von Last.fm, Twitter und Facebook, erinnert an Pirate Radio Stations und kann vieles, was es so noch nicht gibt. Es geht um: Social Networking, Location Based Services natürlich auch und – und das ist vielleicht noch viel wichtiger, weil das eine emotionale Komponente reinbringt, die anderen Applikationen abgeht – Musik. Außerdem reißt wahwah.fm die Grenze zwischen On- und Offline-Welt ein und setzt mal eben die Vorgaben der Brecht’schen Radiotheorie um. Ganz schön viel für so eine kleine App, ne? Also, was ist wahwah.fm denn eigentlich? Pawel Mordel, Head of Marketing, klärt auf:

?: Wie erklärst Du Deinen Großeltern, was wahwah.fm genau ist?

Pawel Mordel: Es ist nicht einfach, meiner Großmutter zu erklären, was wahwah.fm ist. Sie hat noch nicht einmal ein Bankkonto. Aber ich würde es folgendermaßen versuchen: Wie du weißt, hat heute fast jeder ein Telefon in der Tasche. Mit diesen Telefonen kann man auch Musik hören – so wie früher mit tragbaren Kassettenspielern, also Walkmans. Wenn ich mir nun meine Musik anhöre, können das andere Leute um mich herum auf ihren Telefonen sehen. Und wenn sie wollen, können sie sich dazuschalten und die gleiche Musik hören wie ich. Es ist also, als würden wir zusammen Musik hören, obwohl wir nicht am selben Ort sind. Man könnte sagen, dass jeder einen kleinen Radiosender in der Tasche hat. Wozu das Ganze? Ich kann mit wahwah.fm neue Musik kennen lernen. Aber auch mit Leuten, die ich mag, gemeinsam Musik hören.

?: Wer macht wahwah.fm?

!: Wir sind ein Startup-Unternehmen mit einem Büro in Neukölln. Philipp Eibach hat das Projekt vor etwa einem Jahr begonnen und inzwischen arbeiten etwa acht Personen an wahwah.fm. Ich bin seit August 2010 dabei.

?: Wann geht es los?

!: Die App wird im Frühjahr 2011 für iPhones verfügbar sein. Wann genau, können wir noch nicht sagen.

?: Wer braucht wahwah.fm?

!: wahwah.fm ist entstanden als Reaktion auf den heutigen Musiküberfluss. Früher was alles irgendwie einfacher. Es gab einen Plattenladen mit einem überschaubaren Angebot und wir hörten eigentlich alle dieselbe Musik. Neue Sachen wurden einem meistens direkt von Freunden empfohlen.
Der iTunes Store hat über 10 Millionen Songs. Das Angebot ist also explodiert. Und dennoch haben wir oft das Problem, dass wir nicht wissen, was wir gerne hören würden. Dieses Problem haben andere natürlich auch. Deshalb gibt es Musikempfehlungswebsites wie last.fm oder auch Musikblogs wie deinen.

Und obwohl diese wertvoll sind, haben wir nach einem anderen Weg gesucht. Wir wollten das Hören von Musik wieder zu einem sozialen Erlebnis machen. Und die technischen Möglichkeiten von heute – Smartphones mit schneller Internetanbindung und GPS – haben uns erlaubt, wahwah.fm zu bauen.

wahwah.fm ist also für Leute, für die Musik ein wichtiger Teil ihres Lebens ist. Leute, die immer neue Musik kennen lernen und gemeinsam mit anderen hören wollen.

?: Gibts das dann wieder nur für das iPhone?

!: Zunächst veröffentlichen wir nur eine iPhone-Version. Aber andere Plattformen wie Android oder auch Windows sollten folgen.

?: Wie finanziert Ihr euch? Womit wollt Ihr Geld verdienen?

!: Die Basisvariante von wahwah.fm wird kostenlos sein. Und es wird auch keine Werbung geben. Werbung hat schon das normale Radio unerträglich gemacht, und wir wollen mit wahwah.fm angenehme Erlebnisse schaffen. Für Personen, die wahwah.fm intensiv nutzen, werden wir kostenpflichtige Zusatz-Features anbieten.

?: Ist das alles legal?

!: Es ist tatsächlich alles legal. Obwohl die Grundidee recht einfach ist – reinhören in die Musik, die auf anderen Mobiltelefonen gespielt wird – haben wir eine ausgefeilte technische Lösung entwickelt, die uns auch erlaubt sicherzustellen, dass alles legal ist.

?: Wer bezahlt die GEMA/GVL-Gebühren?

!: Die Gebühren tragen wir.