A Year In Bass Music

Over Distant Mountains: A Year In Bass Music by Soulmind

SBTRKT, Zomby, Mount Kimbie, James Blake, …  Mein NI-Homie Karsten Soulmind liebt die Kritikerlieblinge des letzten Jahres. Sein smoother Mix passt prima zu dem entspannten Samstagabend, der auf meiner Couch gerade anbricht. Bitte jetzt auf „Play“ drücken, es ist genug Bass für alle da.

Seit heute bin ich Fan von Mount Kimbie

Mount Kimbie „Before I Move Off“ ((OFFICIAL VIDEO)) from Mount Kimbie on Vimeo.

Ganz ehrlich: Bis gestern hatte ich mich noch nicht intensiv genug mit Mount Kimbie beschäftigt, um mehr als zwei Sätze über sie sagen zu können. Etwas wie: „Mount Kimbie kommen aus London und machen schöne Musik, die an Dubstep erinnert, sich aber nicht auf dieses eine Genre beschränkt und deswegen auch nicht als solcher bezeichnet werden darf. Auf dem Cover ihres 2010 erschienenen Albums ist die Rückseite einer nicht richtig schlanken Frau in roten Klamotten zu sehen.“

Wie das halt so ist, wenn man jeden Monat kurz in 50 bis 100 Alben reinhört, ein paar davon bespricht und den Rest schnell vergisst. Da bleibt wenig Zeit, Fan einer Band oder eines Acts zu werden, eines oder gar mehrere Alben eines Künstlers wieder und wieder zu hören. Dass es ab und zu trotzdem jemand schafft, so viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, dass man in einer ruhigen Stunde wieder darauf zurückgreift, ist fast schon ein Wunder. Und zeigt, wie wichtig Musik ist.

Mount Kimbie haben es mit ihrem gestrigen Gig im Icon geschafft, dass ich in Zukunft öfter ein paar Tracks von ihnen anhören werde. Weil sie – tief über ihre Rechner gebeugt – ziemlich mächtige Bollerbässe in das Icon-Gewölbe rausgehauen haben. Eine 2011er-Version von Shoegazing, die aber überhaupt nicht mehr zerbrechlich klingt. Die Beats kamen mal gerade und technoid aus den Boxen, mal dubsteppig, oft aber in dem Bereich dazwischen, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Dazu angenehm unprätentiöses Auftreten, etwas Live-Drumming und variantenreiche Loops und viele Sound-Spielereien. Hat mich überzeugt und jetzt schaue ich mir gleich noch einmal das Video zu „Before I Move Off“ an (mit geschätzten 1000 Bildern pro Minute).