Best Of 2010 – Die Songs

Da ja eh kaum noch jemand die Geduld aufbringt, sich ein Album von Intro bis Outro aufmerksam anzuhören, ermittle ich schnell noch die besten Songs des Jahres 2010. Die „besten“ ist in diesem Fall gleichzusetzen mit „am häufigsten gehört“. Mein iTunes-Counter ist objektiver, als ich es je sein könnte. Und wenn ich einen Tune während der letzten zwölf Monate 27 Mal gehört habe, scheint er mir irgendwie gefallen zu haben. Alle Titel, die erst später im Jahr ihren Weg in meine Library fanden, werden durch dieses Auswahlverfahren natürlich stark benachteiligt, aber damit müssen sie jetzt eben leben. Meine zehn am häufigsten gehörten Songs im noch laufenden Jahr waren:

10. Grizzly Bear feat. Intuition – „Two Weeks“

Bis 2.07 der beliebte Grizzly-Bear-Hit, aber dann…

9. Kelis – „Acapella (Acid Washed Remix)“

Äußerst effektives Tool, um die Leute auf den Dancefloor zu locken.

8. Phantogram – „Mouthful Of Diamonds“

„You’ve got a mouthful of diamonds / And a pocketful of secrets…“

7. Neon Indians – „Should Have Taken Acid With You“

Er hätte besser keines genommen:

6. Tinie Tempah – „Pass Out“

Gegen Ende mit Drum ’n‘ Bass-Part! Leider der einzige gute Song auf Tinies Album.

5. Theophilus London – „Humdrum Town“

Hätte eigentlich weiter vorne landen müssen. Hab wohl zu oft das Video angeschaut, statt auf iTunes zu setzen.

4. Egyptian Hip Hop – „Rad Pitt“

Bescheuerter Bandname, Songtitel aus Klein-Kalau, musikalisch aber über alle Zweifel erhaben – brillanter Post Punk.

3. The xx – „Islands (Nosaj Thing Remix)“

Meine Lieblinge von 2009 in einem Remix, der sehr selbstbewusst Akzente setzt aber trotzdem die Atmosphäre des Originals bewahrt.

2. Dan Black feat. Kid Cudi – „Symphonies“

Die Streicher sind natürlich super kitschig, aber dank Kid Cudi kriegt die Chose gerade noch mal die Kurve.

1. Chiddy Bang – „Opposite Of Adults“

Klar, das  MGMT-Sample trägt nicht unerheblich dazu bei, dass ich den Song so super finde. Aber schließlich gibt es ganze Genre, die ohne ein nur vier Takte langes Schlagzeugsolo nicht existieren würden. Watch the putzige Video mit Big-Head-Modus:

Radio Gaga

Last.fm weiß alles über seine User und erzählt es auch freimütig weiter. Wer wann warum welchen Titel gehört und wie er sich dabei gefühlt hat zum Beispiel. Auf diese Weise ergibt sich die ehrlichste Jahresbestenliste – weil nicht beeinflusst von fortschreitender Demenz oder sozialer Erwünschtheit. Gescrobbelt ist nun mal gescrobbelt. In die Wertung kamen alle zwischen Oktober 2008 und November 2009 veröffentlichten Alben.

Und wer hat es nun in die Last.fm-Top 10 geschafft? Kanye West, Green Day oder Animal Collective (!), The Prodigy auch noch mal, Franz Ferdinand und Beyoncé sowieso.

Auf das Treppchen aber durften: Lily Allen (10.522.633 album scrobbles), The Killers (12.471.571) und… Lady Gaga (18.487.195 scrobbles für „The Fame“).

Ich mag ja Kid Cudis Antwort auf „Poker Face“ ganz gerne…

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