Die nächste Lana Del Rey

An einem Abend im Dezember lud N. sehr viele Freunde zu einem vorweihnachtlichen Gathering ein. Ihre Wohnung am Kreuzberger Planufer war voller als der Dancefloor des Watergate zu Sonnenaufgang, die Stimmung etwas weniger euphorisch aber ungleich herzlicher und kommunikativer. Zwischen Lasagne und Tarte au Lemon fragte H., wer denn wohl die nächste Lana Del Rey werden würde. Das nächste It-Girl, auf das sich alle einigen können: Blogger mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne, Feuilleton, nicht besonders risikofreudige öffentlich-rechtliche Radiosender, Fashion-People und Fans dicker Lippen. Ohne lange nachzudenken tippte ich auf Azealia Banks.

Seit vorgestern weiß ich, dass ich richtig lag. Denn zuvor hatte Azealia zwar mit 212 bewiesen, dass sie Wahnsins-Skills und -Lippen hat. Ihr kurzer Auftritt in Lanas „Blue Jeans“ war allerdings eher medioker. Freitagnachmittag aber wurde das hier auf Soundcloud freigeschaltet. Boom!

JUMANJI Prod. By HUDSON MOHAWKE & NICK HOOK by Azealia Banks

Biggest Signing Since Bloc Party

Wenn in einer Pressemitteilung Bloc Party erwähnt werden, schaue ich immer etwas genauer hin. Wenn sich zudem Mark Bowen, der General Manager von Wichita, zu einer Aussage hinreißen lässt, wie „our biggest signing since BLOC PARTY.“ Dann höre ich mir auf der Myspace-Seite der New Yorkerin Lissy Trullie – um die geht es hier nämlich – schon mal ein paar Songs an. Lissy kennt man eigentlich als Model. Jetzt hat die New Yorkerin eine EP aufgenommen. Ein paar holperige Garagen-Rock-Versuche, die schon etliche besser hingekriegt haben – Hole, Babes In Toyland oder L7 zum Beispiel. Einen Song fand ich aber super: „Self-Taught Learner“. Konnte leider kein vernünftiges Video dazu finden, deswegen läuft hier oben dieses alberne Filmchen. Übrigens auch nett, das Hot-Chip-Cover „Ready For The Floor“ auf ihrer Myspace-Seite.