Mein IFA-Fave

Ja, ich habe es kapiert: 3D-TV ist rischtisch geil. Offensichtlich hat die gesamte Consumer-Electronics-Branche in geheimen Absprachen beschlossen, voll und ausschließlich auf 3D-Fernsehen zu setzen. Auf der gerade zu Ende gegangenen IFA konnte man keine zwei Schritte gehen, ohne an mindestens drei 3D-TVs vorbeizumarschieren. Auf den dort verwendeten riesigen (und wahrscheinlich unbezahlbaren) Displays beeindruckte das Ergebnis natürlich – für circa fünf Minuten. Nach einer halben Stunde machte sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit. Nur wenig später begann ich, um die 3D-Präsentationen einen großen Bogen zu machen. Was dazu führte, dass ich schnellen Schrittes eine um die andere Messehalle durchmaß, ohne auch nur einmal anzuhalten.

Hin und wieder stachen ein paar schicke iPad-Konkurrenten ins Auge, allesamt so intuitiv zu bedienen wie das Vorbild von Apple. Ein Stand war cleverer konzipiert als alle anderen: Sony gelang wieder einmal die beste Inszenierung. In Halle 4.2 (das kann doch kein Zufall sein!). Eine Bühne im Zentrum, in der Peripherie des Messestandes gut aufbereitete harte Fakten zu den Produkten. Entertainment meets Education.

Doch mein Favorit war ein anderer, viel kleinerer Stand: Bling My Thing versteckten sich in der Ecke einer Halle abseits der großen Hauptachsen. Dabei warben sie für ein so schön glamouröses Produkt. Ihr Geschäftsmodell sieht vor, unzählige kleine glitzernde Edelsteine (oder was man dafür hält) auf Handys und Kameras zu kleben. Klingt langweilig, führt aber, wenn man nur verschwenderisch genug damit umgeht, zu atemberaubendem Bling-Bling. Daumen hoch!

Bling My Thing

Wo sind eigentlich meine Grillz?

Rolly Rules

Kurz auf der IFA vorbeigeschaut und zwischen Millionen von Flachbildschirmen und Staubsaugern ein Gadget entdeckt, das so spaßig wie sinnlos und deswegen ganz extraordinär und begehrenswert ist: Der Rolly von Sony, ein tanzendes, bunt blinkendes Ei, das mit den Ohren wackeln und gleichzeitig Musik wiedergeben kann. Kurz: Ein MP3-Player mit eingebauten Lautsprechern, der aussieht wie R2-D2s kleiner Bruder – also ziemlich niedlich. Schon vor einiger Zeit darüber gelesen, heute habe ich das Teil erstmals in Aktion gesehen und musste schmunzeln. Soll 179 Euro kosten, meinte der Sony-Mensch in Halle 4.2, und hört auf den Namen SEP-30BT. Der Speicher ist mit 2 GB mehr als knapp bemessen, aber: mit Hilfe der mitgelieferten Software lassen sich eigene Choreografien erstellen. Detlef D. Soost, bitte übernehmen Sie!