Tagesthema Popmusik

Tim Renner Deutsche Welle TV

In Berlin werden heute die Echo Awards vergeben. Neben den Grammy und Brit Awards einer der wichtigsten Musikpreise weltweit. Deutsche Welle TV wollte wissen, wie es um die krisengebeutelte deutsche Musikindustrie bestellt ist. Meine Kollegin Katharina Wenzel und ich haben für das Nachrichtenmagazin „Journal“ unter anderem Tim Renner und den für einen Echo nominierten Hell interviewt und erklären in acht Minuten, warum die Branche Hoffnung schöpfen darf. Um 16, 20 und 22 Uhr läuft die Sendung nicht nur auf allen fünf Kontinenten – sondern auch hier im Netz.

Let’s Call It A Comeback

Man sollte niemanden zu früh abschreiben. Unlängst verblüffte mich Peter Doherty mit einem wirklich gelungenen Album (das aber noch gar nicht veröffentlicht wurde. Der lange Vorlauf von Printpublikationen lässt mich beim Echtzeitpublizieren, vulgo: Bloggen, über zukünftige Ereignisse in der Vergangenheit schreiben. Kein Wunder, dass die Branche ein Krise durchmacht).  Jetzt (also eigentlich erst in knapp zwei Monaten – VÖ ist der 27. April) zeigt Hell, dass auch er trotz seines fortgeschrittenen Alters noch den Dreh raus hat. Der Berufsbayer, dessen DJ-Sets mich in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr kickten, hat endlich die 80er überwunden, einen Ausweg aus der Italo-Disco-Sackgasse gefunden, Electroclash zum Glück schon lange vergessen und mit dem Doppelalbum „Teufelswerk“ ein, ja, man kann es so nennen, krautiges Techno-Meisterwerk abgeliefert. Das Video zeigt übrigens den Track „The Angst“ von der interessanteren „Day“-Disc des Albums, die Hell mit Peter Kruder (Kruder & Dorfmeister) und seinen Münchner Jazz-Spezln Christian Prommer und Roberto Di Gioia produzierte. Die clubbigere „Night“-Scheibe birgt weniger Überraschungen. Auf der Gästeliste: P. Diddy und Bryan Ferry.