Not A Tattoo Magazine

TISSUE Launch 1

TISSUE Launch 3

TISSUE Launch 2

Noch ein neues Mag: TISSUE – Everything sexy. Von Uwe Jens Bermeitinger und Hans Bussert, den einstigen Machern des Nude Paper, und dementsprechend stoffarm bebildert. Den Fotografien von u. a. Dido Fontana werden Beiträge von Nella Beljan und vielleicht noch anderen Autoren zur Seite gestellt. Das muss ich so vage formulieren, denn auf der gestrigen Launch-Party in der Société de 032C war das Heft nur hinter Glas zu sehen.

A Proper One (or TISSUE Is NOT A Tattoo Magazine) from TISSUE on Vimeo.

Der Start

Smoother Start: Habe mich heute gegen das Bread & Butter Opening mit Mos Def und, ähm, Deichkind und auch gegen weitere Partypläne entschieden und nur mal eben kurz eine Runde durch Mitte gedreht und einen Blick auf Liganovas neuen „Berlin Inspiration Guide“ geworfen, die Crowd vor dem neuen Scotch & Soda-Store in der Münzstraße gecheckt und gleich weiter gegangen, um schließlich am Firmament in der Linienstraße unglaublich viele sympathische Menschen zu treffen. In den Store hat sich zwar kaum jemand verirrt, aber das erwartet ja auch niemand an einem lauen Sommerabend Anfang Juli. Socialising ist eh wichtiger als irgendwelche Klamotten.

Seit heute bin ich Fan von Mount Kimbie

Mount Kimbie „Before I Move Off“ ((OFFICIAL VIDEO)) from Mount Kimbie on Vimeo.

Ganz ehrlich: Bis gestern hatte ich mich noch nicht intensiv genug mit Mount Kimbie beschäftigt, um mehr als zwei Sätze über sie sagen zu können. Etwas wie: „Mount Kimbie kommen aus London und machen schöne Musik, die an Dubstep erinnert, sich aber nicht auf dieses eine Genre beschränkt und deswegen auch nicht als solcher bezeichnet werden darf. Auf dem Cover ihres 2010 erschienenen Albums ist die Rückseite einer nicht richtig schlanken Frau in roten Klamotten zu sehen.“

Wie das halt so ist, wenn man jeden Monat kurz in 50 bis 100 Alben reinhört, ein paar davon bespricht und den Rest schnell vergisst. Da bleibt wenig Zeit, Fan einer Band oder eines Acts zu werden, eines oder gar mehrere Alben eines Künstlers wieder und wieder zu hören. Dass es ab und zu trotzdem jemand schafft, so viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, dass man in einer ruhigen Stunde wieder darauf zurückgreift, ist fast schon ein Wunder. Und zeigt, wie wichtig Musik ist.

Mount Kimbie haben es mit ihrem gestrigen Gig im Icon geschafft, dass ich in Zukunft öfter ein paar Tracks von ihnen anhören werde. Weil sie – tief über ihre Rechner gebeugt – ziemlich mächtige Bollerbässe in das Icon-Gewölbe rausgehauen haben. Eine 2011er-Version von Shoegazing, die aber überhaupt nicht mehr zerbrechlich klingt. Die Beats kamen mal gerade und technoid aus den Boxen, mal dubsteppig, oft aber in dem Bereich dazwischen, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Dazu angenehm unprätentiöses Auftreten, etwas Live-Drumming und variantenreiche Loops und viele Sound-Spielereien. Hat mich überzeugt und jetzt schaue ich mir gleich noch einmal das Video zu „Before I Move Off“ an (mit geschätzten 1000 Bildern pro Minute).

Die neue Ernsthaftigkeit

XOOOOX 2011

XOOOOX 2011

XOOOOX hat seine Schablonen verloren und muss jetzt richtig malen. Geht schon ganz gut, nur mit dem Schreiben hapert es noch ein wenig. Tipp: Den Stift einfach mal in die andere Hand nehmen, dann schreibt man nicht mehr spiegelverkehrt (Ausstellung bis 23. April in der Circleculture Gallery).

Laura Lopez Castro@Umasan

Umasan, das vegane Fashion-Label, eröffnete gestern in der Linienstraße 40 seinen Flagship-Store. Zum Lachen Trinken musste man in den Keller gehen. Oben im Erdgeschoss sang Laura Lopez Castro ein paar ihrer ernsten Lieder.

The Prepared Piano

Hauschka @HBC Berlin

Ich vermute, dass an isländischen Schulen die Lehrerschaft zu einem sehr hohen Prozentsatz aus Elfen besteht. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass alle Isländer, die man kennt (Björk, Sigur Rós, Amiina, Emiliana Torrini, Múm. Mehr gibts nicht) so geheimnisvoll verhuscht wirken. Ganz so als würden sie von Kindesbeinen an gelehrt werden, in einer anderen Realität zu existieren, die mit der unsrigen, der mitteleuropäischen nur wenig verbindet. Das schüchterne Flüstern der Cellistin Hildur Gudnadottir (auch bei Múm aktiv) und ihre märchenhaft schöne Musik zu Beginn des heutigen Abends im .HBC unternahmen zumindest keine großen Anstrengungen, um diese Hypothese zu widerlegen.

Ein paar Elfen saßen wahrscheinlich auch in Hauschkas Flügel (oben im Bild). Denn der klang bisweilen wie ein Zimmer voller Spieluhren. Später behauptete Hauschka, dass er sich einiger Effektgeräte bedient habe, um seinem Pianospiel einen „physical aspect“ hinzuzufügen. Ob Effektgeräte oder Elfen: Sicher ist, mit geschickt eingesetzten Loops entstand bisweilen eine beinahe technoide Rhythmik.

Mehr über seine Arbeit erfahren Sie zum Beispiel hier:

How much material is contained in a tone? from realiction on Vimeo.