Der Start

Smoother Start: Habe mich heute gegen das Bread & Butter Opening mit Mos Def und, ähm, Deichkind und auch gegen weitere Partypläne entschieden und nur mal eben kurz eine Runde durch Mitte gedreht und einen Blick auf Liganovas neuen „Berlin Inspiration Guide“ geworfen, die Crowd vor dem neuen Scotch & Soda-Store in der Münzstraße gecheckt und gleich weiter gegangen, um schließlich am Firmament in der Linienstraße unglaublich viele sympathische Menschen zu treffen. In den Store hat sich zwar kaum jemand verirrt, aber das erwartet ja auch niemand an einem lauen Sommerabend Anfang Juli. Socialising ist eh wichtiger als irgendwelche Klamotten.

Erste Hinweise

Präventiv verfalle ich in den Fashionblogger-Modus: Einfach nur Fotos, Flyer usw. posten. Mit möglichst wenig (besser: überhaupt keinem) Text.

Das Firmament feiert sein fünfjähriges Jubiläum:

Anniversary Schedule da.

UND SASHA startet zur Fashion Week ein Sales-Special, liebe Damen. Neben Teilen von Sessún, Hope oder Tiger of Sweden wird einiges aus dem Atelier des Berliner Designers Hien Le zu reduzierten Preisen angeboten, sagt man. Stay tuned on deren Facebook-Seite.

Große Welt, kleine Welt

Wenn alle bisher veröffentlichte Musik immer und überall verfügbar ist, und gleichzeitig die Digitalisierung eine (weitgehende) Demokratisierung der Musikproduktion ermöglicht, dann kann auch in allen Ecken der Welt an einer Weiterentwicklung elektronischer Musik gearbeitet werden, ohne dass man über einen Offline-Zugang zu bestimmten, gerne lokal begrenzten Subkulturen verfügen muss. Umgekehrt können die oft fernab (bislang in der Popkultur) tonangebender Metropolen produzierten Tracks schnell wieder rausgeschickt und weltweit wahrgenommen werden. Während der letzten Jahre hat sich in den entlegensten Spots Tanzmusik entwickelt, die trotz eines globalen Musikgedächtnisses durchaus regionale Eigenheiten aufweist.

Die Veranstaltung „Radical Riddims – Global Ghetto Tech“ bringt am kommenden Wochenende alle diese fein ausdifferenzierten Subgenres zusammen: Baile Funk aus Brasilien, UK Funky und Bassline, ja, auch Dubstep, Chicago Juke, Kuduro, Kwaito, Miami Bass, …
Spoek Mathambo, Sissy Nobby, MC Rodney P, Daniel Haaksman u. v. a. machen im Ritter Butzke Party. Vorträge und Filme in der Galerie Schau Fenster nähern sich dem Ganzen von der theoretischen Seite. Freitag um 19 Uhr geht es los, das komplette Programm steht hier.

Seit heute bin ich Fan von Mount Kimbie

Mount Kimbie „Before I Move Off“ ((OFFICIAL VIDEO)) from Mount Kimbie on Vimeo.

Ganz ehrlich: Bis gestern hatte ich mich noch nicht intensiv genug mit Mount Kimbie beschäftigt, um mehr als zwei Sätze über sie sagen zu können. Etwas wie: „Mount Kimbie kommen aus London und machen schöne Musik, die an Dubstep erinnert, sich aber nicht auf dieses eine Genre beschränkt und deswegen auch nicht als solcher bezeichnet werden darf. Auf dem Cover ihres 2010 erschienenen Albums ist die Rückseite einer nicht richtig schlanken Frau in roten Klamotten zu sehen.“

Wie das halt so ist, wenn man jeden Monat kurz in 50 bis 100 Alben reinhört, ein paar davon bespricht und den Rest schnell vergisst. Da bleibt wenig Zeit, Fan einer Band oder eines Acts zu werden, eines oder gar mehrere Alben eines Künstlers wieder und wieder zu hören. Dass es ab und zu trotzdem jemand schafft, so viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, dass man in einer ruhigen Stunde wieder darauf zurückgreift, ist fast schon ein Wunder. Und zeigt, wie wichtig Musik ist.

Mount Kimbie haben es mit ihrem gestrigen Gig im Icon geschafft, dass ich in Zukunft öfter ein paar Tracks von ihnen anhören werde. Weil sie – tief über ihre Rechner gebeugt – ziemlich mächtige Bollerbässe in das Icon-Gewölbe rausgehauen haben. Eine 2011er-Version von Shoegazing, die aber überhaupt nicht mehr zerbrechlich klingt. Die Beats kamen mal gerade und technoid aus den Boxen, mal dubsteppig, oft aber in dem Bereich dazwischen, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Dazu angenehm unprätentiöses Auftreten, etwas Live-Drumming und variantenreiche Loops und viele Sound-Spielereien. Hat mich überzeugt und jetzt schaue ich mir gleich noch einmal das Video zu „Before I Move Off“ an (mit geschätzten 1000 Bildern pro Minute).

Die neue Ernsthaftigkeit

XOOOOX 2011

XOOOOX 2011

XOOOOX hat seine Schablonen verloren und muss jetzt richtig malen. Geht schon ganz gut, nur mit dem Schreiben hapert es noch ein wenig. Tipp: Den Stift einfach mal in die andere Hand nehmen, dann schreibt man nicht mehr spiegelverkehrt (Ausstellung bis 23. April in der Circleculture Gallery).

Laura Lopez Castro@Umasan

Umasan, das vegane Fashion-Label, eröffnete gestern in der Linienstraße 40 seinen Flagship-Store. Zum Lachen Trinken musste man in den Keller gehen. Oben im Erdgeschoss sang Laura Lopez Castro ein paar ihrer ernsten Lieder.