Let It Snow, Let It Snow, Let It Snow

Kommenden Donnerstag darf sich die vorweihnachtliche Besinnlichkeit eine kurze Auszeit nehmen. In der Beletage über dem ktv in der Chausseestraße 36 (in Berlin-Mitte – wo sonst) startet gegen 20.30 Uhr die Ausstellung „Satellite Noir“. Der Name verrät es schon: Es wird wenig bunt werden. Noir ist das neue Schwarz. Dashs Bruder Max Snow präsentiert einige seiner Schwarz-Weiß-Fotografien mit hohem Schwarz-Anteil (siehe oben). Björn Wallbaum zeigt seine „Black Theory Series“. Womit sich diese Theorie beschäftigt? Das musst Du schon selbst herausfinden.

Noch ein Netzwerk

Cloud Cities 5

Facebook, Google+, Diaspora, … It’s all about Netzwerke these days. Bis 15. Januar kann man sich im Hamburger Bahnhof durch ein Offline-Netzwerk bewegen. Der argentinische Künstler Tomás Saraceno hat der großen Ausstellungshalle eine seiner „Cloud Cities“ eingepflanzt. Von einem schwarzen Seilnetz in Form gehalten, bilden zellenartige Plastik-Bubbles eine „Biosphäre“ oder einen „Flying Garden“, wie Saraceno das nennt.

Cloud Cities 2Cloud Cities 1

Cloud Cities 3

Cloud Cities 4Cloud Cities 6

Die neue Ernsthaftigkeit

XOOOOX 2011

XOOOOX 2011

XOOOOX hat seine Schablonen verloren und muss jetzt richtig malen. Geht schon ganz gut, nur mit dem Schreiben hapert es noch ein wenig. Tipp: Den Stift einfach mal in die andere Hand nehmen, dann schreibt man nicht mehr spiegelverkehrt (Ausstellung bis 23. April in der Circleculture Gallery).

Laura Lopez Castro@Umasan

Umasan, das vegane Fashion-Label, eröffnete gestern in der Linienstraße 40 seinen Flagship-Store. Zum Lachen Trinken musste man in den Keller gehen. Oben im Erdgeschoss sang Laura Lopez Castro ein paar ihrer ernsten Lieder.

Face Detection Device

Face Detection Device

Die zehnte Ausgabe der Hamburger Zeitschrift Pareidolia (alle Ausgaben bitte hier online lesen) ist kein Printprodukt, sondern war eine Ausstellung. Organisiert von Pareidolia-Herausgeber Tim Reuscher, unterstützt von den Hamburger Kunstnomaden des Frappant e. V., die zur Zeit in der Viktoria-Kaserne in Altona untergekommen sind. Und so bespielte die Pareidolia-Posse am vergangenen Wochenende alle drei Frappant-Ausstellungsräume.

In der Ausstellung wurden natürlich die bisher erschienenen Ausgaben der Zeitschrift vorgestellt. Außerdem sollten „die beteiligten Künstler Raum bekommen, um ihre Arbeiten auch außerhalb der Beschränkungen des Mediums Zeitschrift präsentieren zu können.“ (Zitat aus der Pressemitteilung, die ich selbst verfasst habe)

So auch ich.

Das ungestalte Ding in dem Foto zeigt mein Exponat. Was aussieht wie ein alter abgeranzter Kühlschrank, ist eigentlich ein Face Detection Device.

Wozu das? Nun, Pareidolie ist ein weit verbreitetes Phänomen: Unser Gehirn neigt dazu, in amorphen Strukturen (Wolken, Felsformationen, Rauchschwaden usw.) bekannte Muster (wie etwa Gesichter) zu finden. Man kann sich also nie ganz sicher sein, ob diese Wesen, die einen umgeben, auch wirklich Menschen sind. Vielleicht gaukelt Dir Dein Gehirn ja nur was vor? Mein Face Detection Device dient zur Authentifizierung von Personen. Dieser Prototyp verwendet diverse Techniken, um menschliche Gesichter zweifelsfrei zu identifizieren. Nach dem Öffnen der Frontklappe erkennt das System innerhalb von Sekundenbruchteilen, ob sich ein Mensch im Messfeld befindet. Wenn die Lampe im Kühlschrank Face Detection Device aufleuchtet, wurde das Objekt im Messfeld als Mensch erkannt. Hat bisher in 100 Prozent aller Fälle zum richtigen Ergebnis geführt. Sollte ich mir vielleicht patentieren lassen.

Wovon träumen Roboter?

Von elektrischen Schafen, mutmaßte Philip K. Dick. Oder davon, sich feuerspeiend im Walzertakt zu wiegen und eine Wachsskulptur zu formen, die wir Menschen dann mit großer Aufmerksamkeit betrachten und unter günstigen Umständen sogar ein wenig bewundern. Falls letzteres zutreffen sollte, hat der Industrieroboter, der heute für MADE performte, das große Los gezogen. Begleitet von Miki an der Violine und Pianistin Maryana Brodskaya durfte er nämlich genau das machen: Mit seiner Propangasflamme Wachs in Form bringen. „Valse Automatique“ nannte das der Produktdesigner Hermann August Weizenegger. Schön interdisziplinäres Projekt, angenehme Stimmung dank meditativer Musik und bestem Lichtmanagement. Das Resultat war jedoch recht unspektakulär. Roboter zeichnen sich eben doch eher durch eiserne Disziplin als durch übertriebene Kreativität aus. Aber träumen darf man ja mal.

The Tree Story

Bäume, Bäume, immer wieder Bäume. Wenn das so weitergeht, kaufe ich mir bald die Domain bäumeundso.de. Die hat sich übrigens tatsächlich schon jemand unter den Nagel gerissen. Egal. Zum eigentlichen Thema:

Leila El-Kayem zeichnet gerne Bäume. Nur ein paar schnelle Striche, vielleicht noch ein paar Worte daneben gekritzelt und fertig ist das kleine Kunstwerk. 50 dieser Zeichnungen werden vom 16. September bis 4. Oktober im BOLD Room in der Gormannstraße 23 in Berlin-Mitte ausgestellt – und für 80 Euro das Stück verkauft. BOLD ist übrigens eine neue PR-Agentur, die mit dieser Aktion ihre Eröffnung feiert. Und da das Thema Nachhaltigkeit immer noch zieht, gibt BOLD die Kohle an die Organisation Trees for Cities weiter. Die pflanzen für jedes verkaufte Kunstwerk in irgendeiner Stadt irgendwo auf der Welt einen echten Baum. Opening ist am Donnerstag, den 16. September ab 19 Uhr. Wer als Baum kommt, kriegt von mir ein Bier spendiert.